Leitung

Foto: Martin Chiang Photography

Antonius Adamske erhielt lange Klavierunterricht beim Pianisten und Komponisten Bodo Frey.

Er studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover mit dem Hauptfach Dirigat für Chor und Orchester (Prof. Walter Nußbaum, Heidelberg). Hier dirigierte er für das internationale musikwissenschaftliche Symposium „Ein Blinder im Labyrinth“ (2014) György Ligetys „Aventures“.

Meisterkurse belegte er u. a. bei Jan Scheerer, Manfred Schreier und Howard Arman; auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis, auch für zeitgenössische Musik bildete er sich vielfach weiter, Impulse im privaten Dirigerunterricht erhielt er von Prof. Jörg Straube (Würzburg, Hannover) und Andrea Marcon (Basel, Venedig) sowie für das Cembalo von Sabine Erdmann (Berlin); er studierte Historische Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis (Basel, Schweiz) bei Prof. Tobias Lindner.

Schon seit Hannoveraner Studienzeiten leitete er im Rahmen eines Kantorats den 90-köpfigen Göttinger PetriChor sowie deren Ableger – den Kammerchor St. Petri-Weende und das solistische Collegium Vocale St. Petri. Zur Aufführung gelangten hier etliche Kantaten und Oratorien, etwa von Bach, Stölzel, Händel, Mendelssohn Bartholdy, Spohr, Brahms, Reger u. v. m. Als Partner fungierten mehrfach das „Göttinger Symphonie Orchester“ für das romantische Repertoire, sowie für Alte Musik das Potsdamer Barockorchester „Musica Affettuosa Borussica“ oder das „Göttinger Barockorchester“, zu dem Adamske eine sehr enge Verbindung pflegt.

Seit September 2014 leitet er als Lehrbeauftragter für Chorleitung die Universitätsmusik an der Technischen Universität Clausthal. Die erste Neueinstudierung hier war George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ (Litton-Version). Im Wintersemester 2015/16 erklangen unter seiner Leitung zwei wiederentdeckte Charpentier-Opern („Acteon“, „Orphee“) in der Kaiserpfalz Goslar sowie 2017 Cavallieris erste Oper „Rappresentatione“ aus dem Jahr 1600.

Adamske war bis 2016 Organist an der Klosterkirche Nikolausberg, an der unter seiner Leitung im September 2015 erstmals die jährlich wiederkehrenden „Nikolausberger Musiktage“ mit national und international renommierten Ensembles stattfanden und weiter stattfinden werden. Im Rahmen der 2. Nikolausberger Musiktage spielte er 2016 mit dem gefragten Bassbariton Henryk Böhm und dem Göttinger Barockorchester eine Gesamtausgabe der Bach’schen Bass-Solokantaten ein, die 2017 in einer großen Norddeutschland-Tour präsentiert wurde.

Bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen arbeitete er als „Assistant Conductor“ des künstlerischen Leiters Laurence Cummings. Kurz darauf leitete Adamske die Oper „Armide“ von Jean-Baptiste Lully in einer szenischen Produktion, die in Zusammenarbeit mit fünf bekannten Gourmets gegeben wurde, darunter die Fernsehköchin Jaqueline Amirfallah. Die Oper wird in einem internationalen Projekt des Göttinger Barockorchesters 2017 in Schloss Pau (Frankreich) und Schloss Feldsberg (Tschechien), hier in Zusammenarbeit mit dem historischen Tanzensemble „Hartig“ unter Adamskes Leitung neu aufgelegt.

2016 wurde er von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der Einstudierung eines breitenwirksamen Chorprojektes beauftragt.

Seit Juni 2017 ist er neuer künstlerischer Leiter des consortium vocale berlin.